Lehrfirmenapéro

Die Lehrstellensuche stand im Mittelpunkt des diesjährigen Erfahrungsaustausches mit über 50 Berufsbildner aus der Region und den Lehrpersonen der Oberstufe Buchholz. Auch Lernende selbst kamen dabei zu Wort und berichteten aus erster Hand über ihre gemachten Erfahrungen bei ihrer Lehrstellensuche. Für die Jugendlichen bedeutet die Zeit der Berufsfindung und der Lehrstellensuche eine besondere Herausforderung. Häufig ist sie verbunden mit viel Emotionen der Freude über eine erfolgreiche Lehrzusage, aber auch der Enttäuschung über Absagen oder langes Warten. Auffallend dabei ist die unterschiedliche Praxis der Lehrstellenvergabe. Während die einen Lernenden ihre Lehrstelle bereits in der 2. Oberstufe auf sicher haben, müssen sich – vor allem die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler - bis Ende der 3. Oberstufe gedulden. Beides hat ihre Kehrseiten für alle Beteiligten.

Der individuelle Reifeprozess vieler Jugendlicher wird durch zum Teil schwierige soziale Hintergründe zum Beispiel in den Familien, die riesigen Herausforderungen durch die digitalen Medien, die fehlende Resilienz vieler Kinder und zunehmend vielen Absenzen in der Schule stark beeinflusst. Besonders die schulisch schwächeren Jugendlichen werden mehr und mehr darauf angewiesen sein, dass sie eine faire Chance erhalten, den Schritt in die Berufswelt erfolgreich tätigen zu können. Um diese gesellschaftliche Herausforderung zu meistern ist es unerlässlich, wenn Lehrbetriebe und Schule kooperieren, einander in die Hände arbeiten und während dem letzten Schuljahr in stetem Dialog bleiben.