Einmal selbst die Maurer-Kelle schwingen

Einmal selbst die Maurer-Kelle schwingen

Einmal selbst den Ziegel auf den Mörtel legen und so Stück für Stück eine Mauer aufziehen. Oder die Steine rund um den Abfluss schön in Reih und Glied platzieren. Zahlreiche Jugendliche aus dem Glarnerland konnten genau dies im Rahmen der Präsentation ihrer Ausbildungen des Baumeisterverbandes in den letzten Wochen an der Berufsschule in Ziegelbrücke ausprobieren. Zum ersten Mal konnten sich die Mädchen und Knaben der Oberstufen im ganzen Kantonsgebiet für diese Aktion anmelden. "Wir holen die Interessierten mit einem Bus ab lernen uns zuerst bei einem Mittagessen in der Mensa kennen", meinte Heinz Zweifel, der Leiter der Maurerlehrhallen um Ablauf des Events. Im Anschluss werden die einzelnen Ausbildungen zum Maurer, Baupraktiker sowie Strassenbauer und Strassenbaupraktiker vorgestellt. Hier zeigte sich bei den rund neun Jugendlichen aus Glarus das grosse Interesse. Viele Fragen rund um die Ausbildung, aber auch über Weiterbildungen und Aufstiegschancen wurden gestellt, bevor es dann richtig zur Sache ging. Ein Erstlehrjahr-Stift zeigte hier, wie die Steine rund um einen Abfluss auf der Strasse angebracht werden müssen. Ausserdem gab er Tipps, wie man sich bei einer Schnupperlehre verhalten soll, aber auch einen Einblick in seine eigenen ersten Erfahrungen im Beruf. Danach zeigte Zweifel selber wie eine Mauer gemacht wird. Was die Jugendlichen im Anschluss mit viel Freude und Eifer gleich selber machen durften. Zweifel, aber auch Thomas Hösli, Präsident des Baumeisterverbandes des Kantons Glarus, zeigen sich sehr zufrieden über die erste Durchführung des Anlasses. Für den Verband ist die Lehrlingssuche ein sehr wichtiges Thema verriet Hösli weiter. Aus diesem Grund werde seit einigen Jahren auch ein spezieller Anlass für Mädchen organisiert, um ihnen zu zeigen, dass Bauen nicht nur Männersache sei, sondern ein spannender Beruf mit sichtbaren Resultaten.

 

Edi Huber