Tagesetappen

Flims - Feldis

Nach den Strapazen des Segnes, hatten wir heute eine einfachere Etappe vor uns. Einige haben die Strapazen so gut überstanden, dass sie sogar von Laax durch die Rheinschlucht nach Rhäzüns gewandert sind.

Da der Wanderweg immer wieder auch Anstiege hatte, war die vermeintlich einfache Etappe (oder die Etappe durch die Rheinschlucht) doch sehr lang und streng. Alle liefen diese Etappe mit. Niemand machte heute Pause, was mich nach einer Etappe wie den Segnes sehr verwunderte. Umso mehr bin ich auf die Schülerinnen und Schüler der 3Sb stolz, dass sie durchbeissen und laufen! Bravo!

Spektakulär begann die Etappe am Morgen. Die einen liefen durch die Rheinschlucht und die anderen via Caumasee (mega schöner Badesee in Flims) und der Aussichtsplattform Conn nach Trin Digg. Auf der Aussichtsplattform sahen wir die Gruppe in der Schlucht. Die Rheinschlucht ist dort sehr eindrücklich: Was da das Wasser mit seiner Kraft gebaut (Horseshoe) hat ist gewaltig.

Nachdem wir in Trin Digg zu Mittag gegessen hatten, machten wir uns weiter nach Tamins und überquerten den Vorderrhein Richtung Bonaduz. Als wir die Luftseilbahn in Rhäzüns sahen wurden die Beine immer schneller, bedeutete doch die Seilbahn unser Tagesziel.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir die alte Schule in Feldis. Nach dem Abendessen feierten wir den Geburtstag von Fiona und legten uns verdientermassen ins warme Bett.

Morgen geht es weiter nach Thusis. Wir laufen via Scheid, wo wir um 9Uhr einen „Z’Morgen“ von Fionas Grosseltern spendiert bekommen.

Sämi Zingg

Glarus - Elm

Um 7:35 waren wir alle, die ganze Klasse, die Lehrer und Eltern, beim Veloständer. Zur unserer Überraschung war dort das TV Südostschweiz-Filmteam. Sie machten ein Interview mit Cynthia, Ekrem, Luca, Carla und Herr Zingg und filmten uns. Der Gemeindepräsident kam auch vorbei und wünschte uns Glück. Wir verabschiedeten uns noch von den Eltern, dann ging die Reise los. Die Reise startete vom Buchholz. Unseren ersten Halt machten wir im Gemeindehaus. Dort wünschte uns Herr Bilger auch Glück und gab uns allen ein Mars oder ein Snickers, was uns alle glücklich machte. Fiona und Ekrem trugen eine kleine Flagge mit für Alessio und eine Grosse, die wir die ganze Zeit stolz in der Luft flackern liessen. Alessio durfte seine Flagge zwischen Mitlödi und Schwanden einstecken. Dann ging es weiter bis zum Schwanden Bahnhof. Dort machten wir eine grosse Pause. Einige gingen aufs Klo und andere kauften etwas im Kiosk ein. Nach ca. 30 min wanderten wir weiter, nur Sean und Fiona gingen einen anderen Weg. Sie liefen zu einem Teich namens Davids Teichli. Sean fing 2 kanadische Seesaibling und ein Bachsaibling. Der eine Fisch, den sie nicht fangen konnte, regte sie auf. Dieser Fisch riss die Schnur und verbiss den Haken. Die anderen wanderten weiter nach Engi, wo wir unser Mittagessen assen. Ein paar von uns spielten wie kleine Kinder auf dem Klettergerüst. Als wir in Elm ankamen, hatten wir schon unser erstes Problem. Ein Kabel des Busses wurde von einem Marder angebissen. wir nahmen alles raus aus dem Bus, also die Koffer usw. Danach wurde der Bus in die Garage gefahren, um den Schaden zu reparieren. Leider war noch unsere Flagge und zwei Rucksäcke im Weg... Alle nahmen ihre Zimmer in Beschlag und duschten. Sean gab einen Kurs über das Ausnehmen eines Fisches. Inzwischen kam ein Helfer der Metzgerei Kern und grillte für uns feines Fleisch und vegetarisch. Auf einem Laptop konnten wir den Bericht über unsere Wanderung im TV Südostschweiz anschauen. Nach dem Essen packten wir bereits unseren Rucksack für die morgige Etappe über den Segnaspass.

Carla und Dana

 

Auf unserer ersten Etappe konnten wir uns warmlaufen. Sogar das Wetter spielte mit, je länger wir liefen desto schöner wurde es. Bestimmt ein Omen - denn auch der Wetterbericht für die nächsten Tage soll uns immer schöneres Wetter bescheren. Da es nicht sehr anspruchsvoll (streng) war, durften alle in ihrem Tempo laufen. Nun sind wir bereit für den Segnespass. Trotz nicht perfekten Wetterprognosen, bin ich doch zufrieden, dass wir voraussichtlich Schneefrei über den höchsten Punkt unserer Wanderung kommen werden. Auch die Miniprojekte sind gut angelaufen. Fotos und Videos wurden gemacht, Sean hat sogar drei Fische gefangen und gezeigt wie man sie ausnimmt und sehr gut zubereitet. Das Abendessen (Grill und Fisch) schmeckte mega. Morgen geht es früh los. 5:30 Tagwache und 6:40 Abmarsch. Also jetzt ab ins Bett um zu versuchen möglichst viel Schlaf zu kriegen - trotz Nervosität und Anspannung.

Sämi Zingg

Elm - Flims

Elm 05:30 Tagwache. Die strengste Etappe der Wanderung steht an. Um 6:00Uhr haben wir die Zimmer bereits geräumt und sitzen beim Morgenessen. Frau Derungs und Frau Chiumenti haben alles vorbereitet. Wir können uns nur hinsetzen und den Z'Morgen geniessen. Draussen regnet es stark über Nacht hat das Wetter nochmals umgeschlagen, oberhalb 1900m.ü.M. liegt bereits eine Schicht Puderzucker - zumindest sieht der Schnee auf den Bergspitzen so aus. 6: 40 laufen wir ab, Frau und Herr Weber, Frau Büttiker und Herr Kern haben sich uns noch angeschlossen. Tim und Mirjam werden helfen den Bus mit unserem Gepäck zu beladen und später in Flims auch wieder zu entladen. Sie helfen auch beim Einkaufen und Einräumen der Küche mit. Wir können uns deshalb ganz auf die Etappe über den Segnespass konzentrieren - Danke. Der Regen lässt langsam nach, wir erreichen pünktlich die Tschinglenbahn. 5 nehmen die Tschinglenbahn und laufen dann bereits weiter in Richtung Segnespass. Die anderen laufen derweil den ersten Teil zur Bergstation hoch. Nach ein-einviertel Stunden erreichen wir die Bergstation der Tschinglenbahn. 450 Höhenmeter haben wir bereits hinter uns und damit auch drei Viertel des Aufstiegs bewältigt. Nach einer kurzen Pause nehmen wir den restlichen Anstieg in Angriff. Die Route wird immer steiler und steiler, bald sind wir oberhalb der Baumgrenze. Dort holen wir auch die Gruppe der Tschinglenbahnfahrer ein. Nebel zieht auf und es beginnt aus dem Nebel zu schneien. Bald wird der Wind garstiger und der Schnee verwandelt sich in eisige Geschosse. Es liegt bereits so viel Schnee, dass wir den Weg suchen müssen. Nach einer letzten Pause nehmen wir die letzten sehr steilen und rutschigen Höhenmeter in Angriff. Oben angekommen schlüpfen wir schnellstens in die Mountain Lodge und wärmen uns auf. Mittagessen ist angesagt. Inzwischen wird organisiert wie der Abstieg zu bewältigen sein soll. Schnee, Nebel und ein wahnsinnig kalter Wind machen die ersten Meter nicht einfacher. Wir richten ein Fixseil ein, daran kann man sich in den anspruchsvollen Passagen festhalten. Einzelne Schülerinnen und Schüler ziehen ein "Klettergstältli" an und hacken sich mit dem Karabiner am Seil ein. Es braucht Überwindung und vor allem Durchhaltewille. Die Kälte dringt durch alle Kleiderschichten, die Hände frieren vom Umklammern der Ketten und Seile beinahe ein und dann haben es alle geschafft. Schnell räumen wir alles zusammen und eilen der Gruppe hinterher. Im Schnee sieht man die Spuren bereits nicht mehr so gut, wir müssen uns beeilen, um sie nicht zu verlieren. Später auf dem Segnesboden, einem natürlichen Hochmoor, laufen wir Flims entgegen und denken - Wow, das war jetzt eine Erfahrung! Stolz den Ängsten und Bedingungen getrotzt zu haben, es "geschafft" zu haben, erreichen wir um 17:45 Flims. Die warme Dusche und das feine Z'Nacht sind sehr willkommen und auch wohlverdient. Danke 3Sb und danke allen die dabei waren und/oder uns unterstützt haben.
Sämi Zingg

Feldis – Thusis

Heute steht die kürzeste Etappe an. Wir laufen von Feldis nach Thusis. Mehrheitlich geht es Bergabwärts, manchmal für unsere Füsse jedoch ein wenig steil.

Morgens um 7:15, ungewöhnlich spät haben wir Tagwache. Um 8 Uhr haben wir bereits alles Gepäck verladen, Zimmer und WC’s geputzt und sind bereit für den Abmarsch. Martins Mutter, Frau Hösli schloss sich uns für diese Etappe an. Wir haben nichts gegessen, weil uns Fionas Grosseltern zu einem „Buuräzmorgä“ in Scheid, ca. 1h von Feldis entfernt, eingeladen haben. Gleichzeitig wie die Küchenmannschaft, welche das Haus noch abgegeben hat erreichen wir Scheid und dürfen einen mega feinen Z’Morgä geniessen! Merci vielmals!

Nach dem Z‘Morgä liefen wir gut gestärkt via Tomils, Paspels und Rodels nach Thusis. Leider durfte Ekrem wegen seiner Hüfte nicht mehr alles gehen, entsprechend betrübt war er. In Paspels machten wir einen längeren Halt und kurzerhand beschlossen wir noch eine Glace zu kaufen.

Vor Thusis genossen wir das schöne sonnige Wetter und machten es an einer Feuerstelle gemütlich und brätelten Würste, Maiskolben und Kartoffeln. Unsere Küche hat uns schon wieder eine perfekte Mahlzeit vorbereitet. Danke!

Nun dürfen wir verdient ein wenig die freie Zeit geniessen. Sean geht fischen, viele gehen ins Dorf Thusis, um sich Kleinigkeiten/Süsses zu kaufen. Einige legen sich auch hin und entspannen nach den Strapazen dieser vier Etappen. Über die Hälfte haben wir nun geschafft – Wow!

Am Abend überraschen uns noch Thomas Hämmerli und Sonja Gazzoli und bringen beste Wünsche und Glace vorbei – Danke!

Sämi Zingg

Thusis - Andeer

Am Morgen gab es 2 Gruppen. Die Langsamen und die Schnelleren. Die Langsameren liefen früher ab. Sie mussten aber einmal eine kurze Pause machen, weil Ekrem Hüftprobleme hat und zurück zur Unterkunft ging. Er wurde mit Archsana und Dragana, welche heute pausieren, gefahren. Der Vater von Alessio wanderte heute mit. Morgen kommt er auch mit.

Der Weg den wir heute zurückgelegt haben, hat Mirjam mit ihrer Familie bereits in den Sommerferien gemacht. Sie konnte uns ein wenig rumführen. Das grösste Highlight an der Wanderung war die eine Hängebrücke - der Traversinersteg. Der Steg führt über eine Schlucht. Und ganz besonders daran ist, dass es ein Brückenbuch gab, das an einem Baum hing. Dort fiel uns auch auf, dass wir unser Startritual vergessen hatten. Herr Zingg konnte sich gut herausreden, weil wir ja in 2 Gruppen an unterschiedlichen Zeiten losgelaufen sind...

Wir liefen also nach dem Ritual über diese hängende Treppe zum Besucherzentrum der "via mala". Monika, Michael und Dana gingen mit Frau Alvarez und Herr Zingg in die Schlucht herunter, die anderen wanderten weiter. Am Mittag hatten sie uns wieder eingeholt.

Nach dem Mittagessen war es nicht mehr weit und wir kamen alle gesund und munter an. Die die wollten durften ins Mineralbad in Andeer. Was sich für viele lohnte, die anderen durften die Duschen putzen. Zum Nachtessen gab es Fischstäbchen, Broccoli, Ravioli und Teigwaren und viiiieeeel zu süssen Pfirsich - Eistee.

Carla und Dana

Andeer - Splügen

Wir starteten den Tag um 6:30. Wir mussten unsere Sachen wie schon gewohnt wieder einpacken und so schnell wie möglich nach unten bringen. Nach dem alle morgen gegessen haben, machten wir unser Haus sauber und liefen dann um ca. 8.00 Uhr in Richtung Splügen los. Tim und Sean mussten bzw. wollten früher aufstehen, weil sie fischen wollten. Wir assen dann später bei ihnen das Mittagessen. Da wir heute bereits den 6ten Tag unterwegs sind, nahmen wir eine Abkürzung. Wir bleiben auf der alten Strasse, damit wir nicht viele Höhenmeter für nichts machen. Wir liefen auf der alten Splügenstrasse. Wir konnten uns noch entscheiden, ob wir den Rofflafall besuchen, wir wollten aber lieber nicht und so liefen wir weiter. Der meiste Weg war schön und nicht zu steil, darum kamen wir gut vorwärts und waren schon bald am Stausee. Mit Hunger liefen wir dann immer schneller am See entlang und liessen uns hinten am Stausee nieder um das Mittagessen mit Tim und Sean einzunehmen. Sie hatten keine Fische gefangen nur einer hat angebissen, konnte sich jedoch wieder befreien. Um etwa 13:00 machten wir uns auf den Weg zu unserem Ferienheim. Unterwegs durfte Martin noch seine Fahne stecken. Beim Volg in Splügen machten wir eine Glace-Pause und genossen unsere Glace. Um 14.00Uhr nahmen wir noch die letzten Meter unter die Füsse und waren dann bereits um 14:15 beim Lagerhaus, Wir durften uns noch im oder ums Haus verweilen. Um ca.16:30 starteten Cynthia und Jonas ihr Spielabend, wir spielten bis zum Nachtessen. Es gab feine Älplermacaronen. Carla und Dana Morgen steht unsere letzte Etappe an. Dementsprechend nervös und kribbelig sind wir. Schlafen fällt den einen schwer. Wir packen am Abend bereits den Lunch für morgen, damit wir morgens schneller sind und somit auch länger schlafen können. Bald haben wir unser Ziel erreicht und können uns auf den verdienten Besuch in der Tamina Therme freuen. Italien - Wir kommen.

Sämi Zingg

Splügen – Isola (I)

Routiniert absolvierten wir den Tagesbeginn. Aufstehen - einpacken - Zimmer putzen - Morgenessen - Bus packen und WC-putzen- - Schuhe anziehen - ablaufen. Eine Gruppe ging voraus, die anderen putzten und packten fertig. Um 8:00 ging die zweite Gruppe hinterher und holte die erste Gruppe schon bald ein. Dies da die erste Gruppe einen anderen Weg als vorgesehen lief und einen kleinen Umweg machte. Da wir ein wenig pressieren mussten, Ekrem musste auf dem Pass den 10:44 Bus erreichen, übernahmen bessere Läufer die Rucksäcke der langsameren. So spurteten wir den Anstieg hoch und waren um 10:15 auf der Passhöhe. - Geschafft! Wir waren an der Grenze zu Italien! Nach einer Fotosession und einem kleinen Imbiss verliessen wir Ekrem und Herr Piacentini auf der Passhöhe, sie nahmen den Bus nach Isola. Wir liefen nach Montespluga und gönnten uns dort eine kleine Trinkpause im Restaurant. Gestärkt liefen wir um den See herum und assen dann zu Mittag auf der Staumauer. Jetzt mussten wir noch durch die Cardinelloschlucht. Da wir mit dem Wetter Glück hatten, war es nicht so gefährlich, aber imposant allemal. Um 15Uhr erreichten wir unser Ziel in Isola und konnten in einem übermässig gut geheizten Keller der Locanda Cardinello eine ganz feine Mahlzeit geniessen. Auf der langen Rückreise nach Sargans (2.5h) wurde uns so richtig bewusst, was wir geleistet hatten. Hie und da sahen wir sogar noch unsere Fahnen, die wir auf unserem Weg gesteckt hatten. In Sargans erwarteten uns Frau Derungs und Frau Chiumenti und wir wurden zum Pfadiheim chauffiert. Dort hatten sie ein Riesenfestessen vorbereitet! Cipollatawürste, Dipgemüse, Aufschnitt, Zopf, Salat, Chips, usw.. und zum Schluss stiessen wir noch mit Rimus an. Ich danke allen, die es möglich gemacht haben, dass ich dieses Projekt mit der 3Sb durchziehen konnte - es war einfach nur MEGA! - DANKE!

WE DID IT!

Sämi Zingg