Teambildungstage der 1. Real

Übernachten in der Natur, Kochen auf dem Feuer und nur das Wesentlichste auf die Alp mitnehmen, dies war die grosse Herausforderung, der sich die Klasse von Robert Bleisch stellte. Das Unternehmen war das eigentliche Abschlussprojekt von Yoyo Zeller und Priska Schranz als künftige Erlebnispädagoginnen. Nach einer ersten Kontaktrunde im Schulzimmer startete die Klasse vor dem Schulhaus, wo vier Schülergruppen  jeweils eine Aufgabe für den ersten Tag fassten. So musste eine Gruppe die Wanderroute bis zum Girenchopf unterhalb des Hüttenkopfes planen, wo unser erstes Nachtlager errichtet werden sollte. Später mussten sie auch die ganze Klasse führen. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit dem Essen. Eine dritte Gruppe teilte die Klasse in verschiedene Arbeitsteams beim Lagerplatz ein und eine vierte Gruppe beschäftigte sich mit der Organisation des Nachtlagers und den Schlafplätzen. Bei hochsommerlichem Wetter verliess die Klasse das Buchholzschulhaus und wanderte unter Führung der Kartenspezialisten in Etappen in die Ennentberge. Unterwegs gab es einen z`Nünihalt und eine längere Mittagsrast. Dabei machten die zwei Leiterinnen jeweils  spannende Spiele, um sich besser Kennen zu lernen. Das Einrichten des Lagerplatzes war für den Beobachter besonders interessant. Es zeigte sich rasch, wer wie und wo anpacken konnte und die besten Ideen für das Aufstellen der Tarps, eine Art Zelt einbrachte.

Mit einem Eintrittsspiel musste die Klasse ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Ziel war es die ganze Klasse nach vorgängiger Absprache über das Vorgehen, ohne Worte über und unter gespannte Bänder hindurch zu schaffen. Das Zubereiten des Abendessens in Form eines Pastagerichtes auf dem offenen Feuer war die nächste Bewährungsprobe für den Teamgeist. Immer besser konnte sich die Klasse zusammenraufen und die Aufgaben gemeinsam bewältigen. Das Essen mitsamt Dessert war ausgezeichnet. Der zweite Tag bestand darin die gemachten Erfahrungen nun selbständig umzusetzen. Die Schüler mussten selber entscheiden welche Lebensmittel nebst allen andern Dingen mitgetragen werden sollten und wie diese auf alle gerecht verteilt wurden. Die meisten waren das erste Mal auf dem Hüttenkopf und genossen den spektakulären Tiefblick auf Ennenda und Glarus. Beim Skihaus war der zweite Mittagshalt geplant und am Nachmittag erreichten wir den Fronalp-Mittelstafel. Etwas oberhalb der Alpgebäude war unser zweiter Lagerplatz. Das Aufstellen und Einrichten gelang nun bereits sicherer und auch die durch die Schüler selbst bestimmte Kochgruppe machte ein feines Risotto  und bereitet die Würste zum selber Braten vor. Nach dem Essen gab es wiederum verschiedene Spiele zur Vertiefung des Gemeinschaftsgedankens. Müde und zufrieden schlüpften die Schüler in ihre Schlafsäcke und schliefen bald ein. Am Morgen war es auf dieser Höhe etwas kühler. Mit Milch von der Alp wurde Frühstück gemacht und schon hiess es wieder Zelte abbauen und den Lagerplatz räumen. Die Zusammenarbeit klappte bestens und der Abstieg via Naturfreundehaus führte uns zurück ins Buchholz. Auf halbem Weg wurde nochmals gerastet und gegessen. Die drei Tage brachten der Klasse wertvolle Erfahrungen und werden wohl allen Beteiligten unvergesslich in Erinnerung bleiben.

R. Bleisch