Klassenlager 3Sa

1. Tag:

Am Dienstag nach Pfingsten um 7:40 Uhr ging die Reise mit dem Zug los. Am frühen Morgen „strahlten“ wir nur so vor Motivation. Doch als wir in Thalwil umstiegen, mussten wir den Schock unseres Lebens erleben. Fünf aus unserer Klasse schafften es nicht mehr aus dem Zug zu steigen, sie fuhren mit entsetzten Blicken davon. Der Rest der Klasse reiste weiter nach Airolo und wartete dort auf die fünf Verlorenen. Diese schafften es mit guten Überredungskünsten den Schaffner zu überzeugen, dass sie der Klasse unfreiwillig entrissen worden sind. Dank den Informationen von Herrn Reust durch das Handy, wussten sie, wie sie es nach Airolo schaffen konnten. Als alle in Airolo wieder glücklich vereint waren, konnte wir die Reise mit dem Velo fortsetzen. Das Wetter war prächtig. Nach der zum Teil rassanten Abfahrt, führte unser Weg dem Ticino entlang durch typische Tessiner Dörfer nach Bellinzona. Diese anstrengende Velotour war 60km lang und so kamen wir verschwitzt aber auch stolz in Bellinzona an. Dort erwarteten uns Carla und Philipp, die sich in der Zwischenzeit über die Stadt informiert hatten. Wir schauten uns gemeinsam die berühmten Burgen (Castelli) und andere Sehenswürdigkeiten von Bellinzona an. Anschliessend machten wir uns müde auf den Weg in die Jugendherberge, wo wir unsere Zimmer bezogen und uns für das Abendessen bereit machten. Unsere Klasse ging zusammen in ein Restaurant und genossen den Abend mitten in der Altstadt von Bellinzona.

 

 

2. Tag:

Am nächsten Morgen gab es ein gemeinsames Frühstück im Esssaal der Jugendherberge, die ursprünglich ein Internat war und wo sich noch heute eine Schule im gleichen Gebäude befindet. So tauchten die ersten Schüler auf, als wir, noch etwas müde vom ersten Tag, die Jugi verliessen und mit dem Zug nach Lugano weiterreisten. In Lugano angekommen, mussten wir nur die Geleise des Bahnhofs überqueren und waren schon im Hotel Montarina, unserer neuen Unterkunft. Dort machten wir Bekanntschaft mit den strengen Regeln. Der grosse Pool und die schönen Zimmer waren jedoch eine gute Aufmunterung. Nach dem wir uns eingerichtet hatten, gingen wir in die Stadt, um Essen für die Wanderung zu kaufen. Nach einem halbstündigen Fussmarsch transportierte uns das Funicolare (Standseilbahn) auf den Monte San Salvatore. Dort oben assen wir unser Mittagessen. Der krönende Abschluss war der Aufstieg aufs Dach einer kleinen Kirche zuoberst auf dem Gipfel, von wo aus man eine wunderschöne Aussicht geniessen konnte. Nach einer eineinhalbstündigen Wanderung durch den Wald, nach Carona, dem kleinen Tessiner Dorf, wo Michelle Hunziker ihre Kindheit verbrachte, freuten wir uns auf die Abkühlung im Freibad. Doch dummerweise war das Freibad Anfang Juni (!) noch nicht geöffnet und die enttäuschten Gesichter waren nicht zu übersehen. Wegen der brennenden Hitze warteten wir im Schatten der alten Häuser von Carona auf den Bus und einige besorgten sich ein Gelato an der Reception eines Hotels. Als wir am späten Nachmittag im Hotel Montarina in Lugano ankamen, war es immer noch heiss und so genossen wir die wohlverdiente Abkühlung im Hotelpool. Am Abend gingen wir in Gruppen auswärts lecker essen.

 

 

3. Tag:

Am Morgen des dritten Tages trafen wir uns am Frückstückstisch draussen unter freiem Himmel. Mit dem Cisalpino reisten wir noch am Morgen nach Mailand. Dort waren wir überrascht wie dreckig Mailand ist. Wir spazierten in einer halben Stunde vom Bahnhof Milano Centrale zum Dom, vorbei an vielen exklusiven Kleidergeschäften. An unserem späteren Treffpunkt dem Brunnen mit Leonardo Da Vinci erblickten wir die Mailänder Scala (Oper) und betraten die überdachte Einkaufsstrasse Galleria Vittorio Emanuele II. Als erstes schauten wir uns den Dom  näher an, jener war sehr eindrücklich. Der aus weissem Marmor gebaute Dom ist das Wahrzeichen der Stadt. Es dauerte 420 Jahre bis er vollendet war. Er ist das bedeutenste gotische Bauwerk Italiens. An jeder Ecke wurden Fotos gemacht. Eine lange Treppe führte auf das Dach des Domes, welches wir besuchten, um Mailand von oben zu sehen. Die Aussicht auf den Domplatz und all die Figuren und Ornamente aus Stein waren beeindruckend. Danach durften wir in Gruppen die Stadt besichtigen und shoppen gehen. Doch im Zentrum dieser weltberühmten Modestadt waren fast alle Geschäfte zu teuer. So nahmen wir die Metro und fuhren zum Corso Buenos Aires, wo die Preise etwas tiefer sind und doch alles mögliche zu haben war. Am Abend stiegen wir müde und zufrieden in den Zug nach Lugano ein. Als Abschluss des Tages gingen wir mit der ganzen Klasse und den Lehrpersonen in eine Pizzeria. Weil es der letzte Abend war, hatten wir bis um 24.00Uhr Ausgang.

 

 

4. Tag:

Am nächsten Morgen nach dem Morgenessen mussten wir packen und die Zimmer aufräumen. Etwas später gingen wir in die Stadt zum Wochenmarkt, der jedoch sehr klein war. Wir hatten Gelegenheit nocheinmal durch Lugano zu schlendern und der berühmte Via Nassa über die Preise in den Uhrengeschäften zu staunen. Nach einigen Diskussionen hatten wir entschieden zwei Stunden früher auf den Zug zu gehen, jedoch hatten wir in diesen Zügen keine Reservation. Zum Glück waren die Züge lang und wir hatten genug Platz und konnten die Reise geniessen. Um 17:35 waren wir alle wohlbehalten wieder zu Hause.

 

Das ganze Klassenlager war toll. Die Sonne strahlte die ganze Woche. Wir hatten viel Abwechslung und sahen viele Sehenswürdigkeiten. Die Lehrpersonen zeigten sich auch einmal von einer anderen Seite und liessen uns viel Freiheit. Dieses Klassenlager war ein würdiger Abschluss unserer Schulzeit. Wir konnten nocheinmal zusammen etwas erleben und so wird uns die Erinnerung daran immer bleiben.

 

Paula, Patrick, Svenja, Jennifer, Alex, Nico, Sabrina, Philipp, Carla, Corinna, Tina, Berat, Joel, Josua, Jan und Fatos