

Weil wir in der Schule brav und selbständig arbeiteten, wollte uns Herr Streiff eine Überraschung machen. Am Donnerstagmorgen, als wir in die Schule kamen und uns hinsetzten, sagte Herr Streiff: „Ich habe den Bauer gefragt, ob wir die Siloballen auf der Wiese bei McDonald?'s bemalen dürfen." Der Bauer war damit einverstanden. Wir schrieben auf die Siloballen "fit 4 school". Wir nahmen dieses Thema, weil die Schule ein Projekt über gute Ernährung machte. Wir wollten auch etwas dazu beisteuern. Fit 4 school heisst auf Deutsch übersetzt fit für die Schule und legt uns nahe, dass wir nicht halb verhungert zur Schule kommen. Die Hauswirtschaftslehrerinnen erklärten uns, dass wir mehr Leistung bringen, wenn wir uns ausgewogen ernähren. Man sollte vor der Schule am Morgen ein Milchprodukt und etwas zu Trinken einnehmen. Milch wäre am besten. Das nützt, weil wir dann schon etwas im Bauch haben und das Gehirn laufen kann. Um Fit 4 school zu sein, muss man am Morgen etwas trinken oder essen z.B. Kakao und Cornflakes! Das ist sehr wichtig! Wenn man das am Morgen nicht macht, ist man in der Schule müde, faul und der Magen knurrt. Das Znüni ist auch noch wichtig. In der Pause kann man etwas Kleines von zu Hause mitnehmen eine Frucht, wie einen Apfel oder was auch immer. Also schrieben wir "fit 4 school" drauf und malten eine Menge gesundes Zeug drauf. So z.B Früchte und Gemüse wie Kirschen, Bananen, und Ananasse. Besonders gut ist uns die Erdbeere gelungen. Wir zeichneten und malten. Alle Autofahrer die Richtung Riedern schauten, bewunderten unsere Kunstwerke und viele Lastwagenfahrer hupten uns zu. Das war etwas Besonderes wie wir mit der Realklasse in der Natur bei strahlendem Sonnenschein im Herbst malten. Wir machten die Menschen da draussen aufmerksam, dass es wichtig ist, sich gesund zu ernähren. Bei dem Bemalen selber hat die ganze Klasse (21 Schüler) zusammen gearbeitet. Wenn es kein sauberes Wasser mehr hatte, musste Herr Streiff meistens nicht jemanden auffordern neues zu holen. Man kann sagen, dass die Zusammenarbeit perfekt war!!! Es gab auch keinen Streit oder Auseinandersetzungen. Wir waren in Gruppen aufgeteilt, so dass jeder wusste, was machen. Nimetulla hatte den andern geholfen, seine Spezialschrift zu gestalten. Da wir nicht für jedes einen Pinsel hatten, malten wir einfach mit den Fingern. Es war auch nett vom Bauer, dass wir das machen durften. Als wir am nächsten Tag weitermalen wollten, waren von den sieben Siloballen nur noch vier da! Da riefen die Schüler der Bauer kommt wieder! Da aber nur ein ganz kleiner Traktor kam, dachte der Lehrer die Schüler machten einen Witz. Herr Oertli sagte: Ich dachte ihr seid schon fertig! Und tatsächlich auch die Siloballe mit der schönen 4 wurde vor unseren Augen abtransportiert. Schade! Die letzten drei holte er aber Gott sei Dank nicht mehr. Erst am folgenden Tag hatte er auch diese abtransportiert. Zum Glück konnten wir wenigstens die verbliebenen drei Ballen noch bemalen und fotografieren. So zeigen die Bilder hier nur drei Ballen statt sieben. Herr Streiff hatte einen guten Spruch: „Der Weg ist das Ziel.“












